Klinisch-psychologische Versorgung beim Bettnässen

Bettnässen stellt für die gesamte Familie meist ein großes Problem dar. Eltern und Kinder stehen dadurch oft unter großer psychischer Belastung. Die Erkenntnis hat gezeigt, dass bei primären Enuretikern die Ursache für das Bettnässen hormonell ist und durch ein Medikament gut in den Griff zu bekommen ist. Unbehandeltes Bettnässen kann zu vermindertem Selbstwertgefühl mit psychosozialen Folgeerscheinungen führen. Daher ist eine rasche Therapie wichtig. Bei sekundären Enuretikern gibt es oft einen sog. Auslöser für das Bettnässen. Eine psychologische Beratung oder Begleitung ist bei manchen Enuretikern wichtig, um Familien die Möglichkeit zu geben, die Erkrankung und den Weg zum „Trockensein“ mit Unterstützung zu verarbeiten.

Im Vordergrund steht die Stärkung der Problemlösungskompetenz der Familien – das heißt „schwierige Situationen im Alltag“ können gemeinsam bearbeitet und besprochen werden. In der Arbeit mit dem Kind bilden spielerische Verfahren neben kindgerechten Gesprächen die Basis einer klinisch-psychologischen Versorgung.

Eine klinisch-psychologische Diagnostik und Behandlung erfolgt immer in enger Zusammenarbeit mit dem behandelnden Kinderarzt und ermöglicht eine kindgerechte Bearbeitung von individuellen Stressfaktoren der Enuresis. Individuelle Lösungsansätze werden im Beratungsgespräch gemeinsam erarbeitet und entwickelt.